Eine Lebendfalle muß also her, und zwar bald. Es kann nämlich nicht angehen, daß ich, wie heute Abend geschehen, zuhause (wegen Grippe, s.o.) am Schreibtisch sitze und jemand mir genüßlich etwas vorschmatzt, während ich an meinem Manuskript arbeite. Ehrlich wahr. Da kamen so Geräusche aus der Küche, die ich zuerst für das Rascheln von Altpapier im Wind hielt, bis mir klar wurde, daß das Fenster ja gar nicht offen ist und ergo auch kein Wind durch die Küche wehen kann.
Mit Fahrradlampe und Fotoapparat bewaffnet habe ich mich dann auf die Suche gemacht und konnte ihn erst eine ganze Weile nicht finden, obwohl er genüßlich weiterknabberte. Dann kam ich endlich darauf, einmal in den Heizkörper zu schauen, also zwischen die Röhren, da wo der ganze Staub sich verfängt. Und da hockte er dann auch, Friedolin II, Ohren angespitzt, Brotkruste zwischen den Pfoten, guckte, fand mich ungefährlich, und mümmelte weiter.
Aber nicht mehr lange...

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