Wednesday, January 21, 2009

Neues Jahr

Seit drei Wochen ist "Neues Jahr", seit vier Wochen habe ich an dieser Stelle nichts mehr geschrieben, und seit gestern wird in Amerika wieder positiv regiert.

Neues Jahr: Begann in Boston erst einmal mit viel Neuschnee -- mehr dazu später.

Schreiben: Tue ich im Augenblick vor allem einen Drittmittelantrag und bin wieder einmal begeistert, wie gut es sich mit OpenOffice arbeiten läßt. Der "Writer" ist 100 % zuverlässig, vor allem, wenn man ein paar Abbildungen in seinen Text einbauen möchte. Bildlegende gefällig? Kein Problem. Nichts verrutscht, nichts verschwindet, einfach wunderbar. Dazu kommt ein logisches, hierarchisches Formatvorlagen-System, so daß der Text garantiert stimmig formatiert ist. Und als Schmankerl merkt sich dieses Programm auch noch vollautomatisch lange Wörter wie Acetyltransferase oder Phosphorylation, so daß man nur noch "Acet" oder "Phos" tippen muß und das vorgeschlagene Wort schnell mit z.B. "Tab" bestätigt. Nur denken muß man noch selbst. Aber wenn man eine Viertelstunde an einem Satz herumüberlegt, ist man wirklich dankbar, den Satz dann endlich gedankenschnell in den Text einbauen zu können, bevor er einem wieder entfleucht.

Regieren: Na, so weit bin ich noch nicht, aber dafür gibt's ja jetzt den Obama. Gestern zur Amtseinführung haben sämtliche Fernsehsender den ganzen Tage über live aus Washington übertragen; als am späten Vormittag die Vereidigung auf dem Programm stand, hat hier keiner mehr gearbeitet. Die Harvard-Uni übertrug die Sendung auf großen Leinwänden und Bildschirmen an zahlreichen Stellen auf dem Campus. Wir haben im Institut einfach den Konferenzraum mit dem Beamer zweckentfremdet und das Fernsehbild per Internetstream zu uns geholt. Kurz nach halb zwölf mittags brach allerdings erst einmal das Netz zusammen, vermutlich waren noch 100.000.000 andere auf die Idee gekommen, per Internet fernzusehen. Peinlich war nur, daß wir gerade vorher einen Werbe-Trailer von Audi gesehen hatten mit der etwas vollmundig Ankündigung "uninterrupted experience", und ich noch in den Raum geblökt hatte "Yeah, German engineering!". Man kann halt nicht alles haben, aber nach einigem Suchen fanden wir auch wieder einen Server, der noch Daten liefern wollte.

Nun sind alle ganz glücklich, mit ordentlich Schnee, OpenOffice und Obama.

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